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Leistungsdiagnostik

Eine Leistungsdiagnostik ist eine Untersuchung, die den individuellen Leistungsstand feststellt – wenig überraschend! Dabei gibt es zwei leicht verschiedene Betrachtungsweisen, nämlich den medizinischen und den sportlichen Aspekt.
Als Arzt geht es uns darum, zunächst die körperliche Unbedenklichkeit festzustellen, indem wir Herz- oder Lungenkrankheiten ausschließen, uns den Bewegungsapparat ansehen und eventuell zusätzliche Blutuntersuchungen veranlassen.
Als Arzt und aktive Sportler möchten wir unsere Begeisterung für die Heilkraft der Bewegung vermitteln, vor allem für Neueinsteiger. Mit einem individuellen Trainingsprogramm werden Sie feststellen, wie einfach es sein kann, seine Fitness zu verbessern. Je nach Zielsetzung werden Sie so dem Diabetes davonlaufen, den Hochdruck wegradeln, ihre Cholesterinwerte verbessern oder sich auf Wettkämpfe bis zum Ironman vorbereiten.

 

Wir bieten Ihnen eine sportärztliche Leistungsdiagnostik mit der Zielsetzung, zum einen medizinische Probleme zu erkennen und zu behandeln, zum anderen Ihnen eine trainingswissenschaftliche Auswertung zu geben, mit der Sie etwas anfangen können – jede Diagnostik enthält einen Trainingsplan für 3 Monate, der auf Ihre individuellen Bedürfnisse, Ziele und zeitlichen Möglichkeiten zugeschnitten ist.
Dabei kommen sportartspezifische Tests zum Einsatz:
Auf dem Laufband beginnen wir in der Regel mit 6-8 km/h und steigern alle 3 Minuten um 2 km/h bis zur Ausbelastung.
Fahrradtests machen wir mit einem Rennrad mit Ergomo-Wattmessung, beginnend mit 50-100 Watt und Steigerung zw. 30W/3min. und 50W/5Min., je nach Leistungszustand.
Wenn Sie Vorbefunde mitbringen, benutzen wir wegen der Vergleichbarkeit in der Regel die dort verwendeten Protokolle.
Dabei wird auf jeder Stufe der Laktatwert bestimmt. Wir haben auch die Möglichkeit, ein Belastungs-EKG und eine Spiroergometrie durchzuführen, also die Messung der Atemgase unter der Belastung.

Gerade weil die Zielsetzung und die Voraussetzungen so individuell sind, bieten wir keine Classic/Premium/XXL/-Programme an, sondern besprechen die Bausteine mit Ihnen. Auf der folgenden Seite haben wir die möglichen Untersuchungen zusammengestellt und erläutert.

 

Untersuchungsablauf:

1. Anamnese

2. Körperliche Untersuchung

3. Technische Untersuchungen im Ruhezustand

4. Belastungsuntersuchung

5. Nachbesprechung

1. Anamnese

Zu Beginn der Untersuchungen ist ein ausführliches Gespräch über den aktuellen Gesundheitszustand, bisherige Krankheiten und Familienauffälligkeiten durch einen Arzt notwendig.

2. Körperliche Untersuchung

Die grundlegende ärztliche Methode, mit den 5 Sinnen Hinweise auf körperliche Einschränkungen zu gewinnen – durch Anschauen, Anfassen, Abhören z.B. der Lunge, des Herzens, des Bauches
Mit Hilfe der Körperfettbestimmung können Rückschlüsse auf Gesundheitsrisiken und den Trainingszustand (Muskelmasse) gezogen werden. Eine Reduzierung des Körperfettanteils ist in vielen Fällen zu empfehlen. Dies muss nicht immer mit Gewichtsreduktion einhergehen, oft genügt schon eine Verlagerung zu Gunsten des Muskulaturanteils.

3. Technische Untersuchungen im Ruhezustand

  • Messung der Körperzusammensetzung
    Mit Hilfe der BIA-Methode (Bioelektrische Impedanzanalyse) wird der Anteil an Körperfett und Muskelmasse bestimmt. Durch eine einzelne Messung kann bereits ein erhöhtes Herz-Kreislaufrisiko festgestellt werden. Wichtiger ist allerdings eine Messung im Verlauf, v.a. bei einer Gewichtsreduktion. Wer sich dabei nur am Gewicht orientiert, läßt die Tatsache außer Acht, dass durch Training mehr Muskulatur gebildet wird und dass das Gewicht deswegen zunächst konstant bleiben kann. Durch die BIA kann man sehen, dass der Fettgehalt abgenommen hat, dass man also trotz desselben Gewichtes gesünder ist als vorher, was die Motivation steigert, am Ball zu bleiben.
  • Messung der Herzfrequenzvariabilität (HFV)
    Diese relativ neue Untersuchung ist ein „Frühwarnsystem“ für gestreßte Herzen. In der chinesischen Medizin ist schon lange bekannt, dass der Puls eine wichtige Rolle spielt. Ein gesundes Herz schlägt nicht vollkommen gleichmäßig – durch Atmung, äußere Einflüsse oder auch Streß kommt es zu mehr oder weniger großen Schwankungen um einen Mittelwert herum. Je kleiner diese Schwankung ist, desto eingeschränkter ist die Möglichkeit des Herzens, sich auf wechselnde Situationen einzustellen. Je länger eine solche Einschränkung vorliegt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich auch organische Schäden einstellen können. Ausdauersport in der richtigen Intensität erhöht die Variabilität!
  • Ruhe-EKG
    Messung der „Herzstromkurve“ – der normale Erregungsablauf des Herzens wird über Elektroden abgeleitet und sichtbar gemacht. Im wesentlichen wird beurteilt, ob es Störungen im Ablauf gibt, also Herzrhythmusstörungen. Man kann aber auch erkennen, ob es eine Durchblutungsstörung gibt, die auf einen drohenden Infarkt hindeutet, bzw. ob bereits ein Infarkt stattgefunden hat.
  • Lungenfunktion („Spirometrie“)
    Bei dieser Messung wird die Größe der Lunge, die sogenannte „forcierte Vitalkapazität“ gemessen, durch maximale Ein- und Ausatmung. Zusätzlich wird die „Ein-Sekunden-Kapazität“ bestimmt, das Volumen also, dass in einer Sekunde maximal ausgeatmet werden kann. Beides zusammen gibt Hinweise auf eine eingeschränkte Lungenfunktion, z.B. Asthma, bei dem die Bronchien verengt sind, wodurch die Ein-Sekunden-Kapazität verringert ist.

4. Belastungsuntersuchung

  • Belastungs-EKG („Ergometrie“)
    Die meisten Beschwerden zeigen sich erst, wenn der Körper an seine Grenzen geht – so auch am Herzen. Der Körper hat so viele Möglichkeiten, Schwächen auszugleichen, dass Herzbeschwerden in Ruhe ein deutliches Warnsignal sind. Wenn also im Alltag alles in Ordnung ist, muss das Herz in dieser Untersuchung möglichst maximal ausbelastet werden, um bei der Belastung auftretende Schwächen (Durchblutungsstörung / Rhythmusstörung) zu provozieren. Zusätzlich wird das Blutdruckverhalten während der Belastung aufgezeichnet, um einen Hochdruck frühzeitig zu erkennen.
  • Laktat-Stufentest
    Bei einer ansteigenden Belastung auf dem Fahrradergometer oder dem Laufband wird regelmäßig ein kleiner Tropfen Blut aus dem Ohrläppchen entnommen und die Laktatkonzentration bestimmt. Aus diesen Werten können in Verbindung mit den Pulswerten individuelle Trainingsempfehlungen gegeben werden. Auf dem Fahrrad- oder Laufbandergometer wird ein stufenweise ansteigender Belastungstest durchgeführt. Jeweils zum Ende einer Belastungsstufe kann am Ohrläppchen ein Tropfen Blut zur Bestimmung des Laktatwerts entnommen werden. Bei der Spiroergometrie werden zusätzlich mit Hilfe einer Maske die Atemgase gemessen. Aufgrund der permanenten Kontrolle der Atemgase auf dem Computer-Bildschirm ist eine körperliche Maximal-Belastung unbedenklich.
  • Spiroergometrie
    Parallel zur Laktatbestimmung werden währende der Belastung die Atemgase gemessen. Dadurch lässt sich sehr genau ermitteln, in welchen Bereichen der Stoffwechsel seine Energie gewinnt. Zusätzlich lässt sich die maximale Sauerstoffaufnahme ermitteln, das sogenannte Talentkriterium für Ausdauersportler. Nicht zuletzt ist es eine medizinisch wichtige Untersuchung, zum Beispiel um ein Anstrengungsasthma auszuschließen.

5. Nachbesprechung

Durch die computergestützte Datenerfassung ist eine sehr schnelle Auswertung der Parameter möglich. Dennoch, trotz standardisierter Verfahren zur Auswertung, spielt die Erfahrung des Testleiters im Umgang mit den unterschiedlichen Daten eine entscheidende Rolle. Nicht fixe Punkte auf dem Ergebnisbericht sind wichtig, sondern der Verlauf und die Beziehung der Parameter zueinander sind entscheidend. Basierend auf den Testergebnissen findet ein ausführliches Nachgespräch statt. Hierbei wird auf die individuellen Wünsche und Ziele des Kunden eingegangen und deren Umsetzung besprochen.


 

Kontakt

Maxcura Gesundheitszentrum Hoheluft
Ärzte für Allgemeinmedizin und Frauenheilkunde

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