Hypnotherapie
Was ist das?
Die moderne Hypnotherapie wurde von dem amerikanischen Psychotherapeuten Milton H. Erickson maßgeblich geprägt. Wesentliches Kernstück der therapeutischen Arbeit ist die Nutzung einer „Trance“, also eines veränderten Bewusstseinszustandes. In diesem findet der Klient einen Zugang zu seinen Gefühlen und Ressourcen, das kritisierende, oft einschränkende, Bewusstsein wird teilweise ausgeklammert. Dadurch können sehr individuelle, kreative Lösungen gefunden werden. Dahinter steht das sehr positive Menschenbild, dass Jeder alle Fähigkeiten, die er braucht, in sich trägt. Probleme entstehen, wenn der Zugang in Problemsituationen nicht hergestellt werden kann. Dieser Zugang wird durch die Hypnose ermöglicht.
Wie wirkt es?
Die genaue, biochemische Wirkung der Hypnose / Trance ist noch nicht erforscht. Die Verankerung der Zielzustände, also der oben genannte Zugang zu den eigenen Ressourcen, wird mit Hilfe von „posthypnotischen Suggestionen“ erreicht. Das Unbewusste erinnert sich durch vorher definierte Auslöser an den Zielzustand. Beispiel für nervöse Fußballer: „Je lauter das Publikum pfeift, desto ruhiger werden Sie.“ Es ist nicht nötig, bewusst daran zu denken, das ist das Faszinierende an der Methode. Wie wirksam diese Suggestionen sind, sieht man auch daran, dass sich die Aktivität bestimmter Hirnareale verändert. Das kann man mit bildgebenden Verfahren nachweisen.
Für wen ist es sinnvoll?
Der Anwendungsbereich ist sehr groß, es gibt viele Studien, die die Wirksamkeit belegen. Im Jahr 2006 wurde sie daher vom wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie als wissenschaftliche Therapiemethode für bestimmte Anwendungsbereiche anerkannt. Ich setze die Hypnotherapie erfolgreich sowohl bei „Kranken“ als auch „Gesunden“ ein. Zum Beispiel bei Phobien (Flugangst, Prüfungsangst), im Sportbereich (Mentaltraining) oder bei so genannten „funktionellen Störungen“, also Beschwerden, für die man keine organische Ursache findet.
Was kann passieren?
Nebenwirkungen im klassischen Sinne gibt es keine. Durch den Trancezustand können allerdings starke Gefühle auftauchen, was mitunter unangenehm ist. Zum Einen ist dies therapeutisch erwünscht und wird auch bearbeitet. Zum Anderen findet daher ein ausgiebiges Vorgespräch statt, um zu prüfen, ob die Methode in Ihrem Fall die richtige ist. Depressionen oder Traumatisierungen behandele ich daher in der Regel nicht.
Was kostet das?
Bei gesetzlichen Kassen gilt die oben genannte Regelung, bei privaten Kassen ist es aufgrund der Vielfalt der Verträge im Einzelnen zu erfragen. In der Regel handelt es sich um Selbstzahlerleistungen. Die Kosten nach der Gebührenordnung (GOÄ): (Ziffern z.B.: 849,845,846,806,860)
Neuraltherapie nach Huneke
Was ist das?
„Neuraltherapie ist die Beeinflussung des vegetativen Nervensystems mit einem örtlichen Betäubungsmittel“, so eine kurze Definition. Dazu verwendet man in der Regel Procain, eines der ältesten - und damit sehr gut erforschten - Lokalanästhetika. Die Wirkung geht weit über eine örtliche Betäubung hinaus und kann über das autonome Nervensystem (ANS) an weit von der Einstichstelle entfernten Stellen zu Veränderungen führen. Das ANS steuert über den Stress- und Entspannungsnerv (Sympathikus / Parasympathikus) lebenswichtige Funktionen wie Herzschlag, Verdauung, Schlaf, und vor allem: Durchblutung.
Wie wirkt es?
Kurz gefasst, sorgt Procain zunächst für eine kurze (15-20 Minuten) lokale Betäubung, so dass bspw. akute Rückenschmerzen praktisch sofort nach der Behandlung verschwinden. Wichtiger ist die Durchblutungssteigerung, die dafür sorgt, dass der Effekt verlängert wird. Aus naturheilkundlicher Sicht ist es so, dass praktisch alle chronischen Erkrankungen ihre Ursache in einer lokalen Minderdurchblutung haben. Dadurch kommt es zu lokalem Schmerz, häufig aber auch „nur“ zu unterschwelligen Nervenreizungen, die an das Rückenmark gesendet werden, dort auf Dauer zu Fehlverschaltungen führen und an anderer Stelle Beschwerden verursachen. Eine solche, so genannte „Störfelderkrankung“ kann dann nicht mehr lokal behandelt werden, sondern nur über das Störfeld. Typisches Beispiel ist ein Tennisellenbogen bei einem Zahnstörfeld. Nur über die Sanierung der Zähne können die Armbeschwerden verschwinden. Wenn daran nicht gedacht wird, verstreicht viel Zeit, u.a. in Wartezimmern von Orthopäden, und man therapiert an der Ursache vorbei.
Für wen ist es sinnvoll?
Die Neuraltherapie kann bei vielen akuten und chronischen Beschwerden eingesetzt werden, hauptsächlich im orthopädisch/sportmedizinischen Bereich. Rückenschmerzen, Sehnenreizungen wie Tennisellenbogen oder Achillessehnenbeschwerden, Schulter- oder Knieschmerz sind typische Einsatzbereiche. Aber auch so genannte Befindlichkeitsstörungen („nervöser Magen“) und gynäkologische Beschwerden (Unterleibsschmerz, Reizblase) können behandelt werden.
Was kann passieren?
Überall, wo Nadeln durch die Haut gehen, kann es passieren, dass man kleinere Blutgefäße trifft. Hämatome sind die Folge. Je nach Injektionsort und –tiefe können zusätzliche Strukturen getroffen werden. Nebenwirkungen sind sehr selten. Gelegentlich kommt es direkt nach der Behandlung zu kurzzeitiger Übelkeit / leichter Benommenheit durch einen geringen Blutdruckabfall. In diesem Fall warten Sie einfach einige Minuten im Wartezimmer und trinken einen Schluck Wasser.
Was kostet das?
Bei gesetzlich versicherten Patienten wird die lokale Therapie von der Kasse übernommen. Die Störfeldtherapie ist nicht Bestandteil des Leistungskataloges, wird also nach der privatärztlichen Gebührenordnung (GOÄ) abgerechnet. Um Ihnen entgegenzukommen, können wir bei aufwändigeren Behandlungen den Steigerungssatz etwas reduzieren. Die privaten Versicherungen übernehmen die Behandlung in der Regel vollständig. Aufgrund der ständigen Änderungen und unterschiedlichen Verträge können wir das aber nicht verbindlich garantieren.
Procain – Basen – Therapie
Was ist das?
Bei der Procain-Basen-Infusion wird die Mischung aus dem Lokalanästhetikum Procain und einer Base, meist Natriumhydrogenkarbonat (NaBi) als Infusion direkt in die Vene geleitet. Dadurch verteilen sich beide Wirkstoffe im ganzen Körper und können ihre ergänzenden Effekte besonders zur Geltung bringen: Schmerzreduktion, Verbesserung des Allgemeinbefindens, Säureabbau, Entzündungshemmung und generell ausgleichende Effekte. Das führt zu einem allgemeinen Stressabbau und höherer Vitalität.
Wie wirkt es?
Die Kombination aus Procain und NaBi wirkt den Hauptursachen chronischer Probleme entgegen. Gesundes Gewebe hat einen leicht basischen ph-Wert. Durch Stress, falsche Ernährung und mangelnde Bewegung kommt es schließlich zu einer Übersäuerung des Gewebes. Gleichzeitig ist häufig die Durchblutung eingeschränkt (z.B. kalte Hände bei Stress!). Während anfallende Säuren aus dem Blut schnell entfernt werden, trifft dies für die Mikroumgebung von durchblutungsgestörtem oder chronisch entzündetem Gewebe nicht mehr zu. Die Säurebelastung des Gewebes hat sich inzwischen zu einem Hauptmechanismus der Entstehung von chronischen Krankheiten und Krebs herausgestellt.
Procain:
Die Substanz wurde bereits 1905 zugelassen, es liegen also sehr gute und verlässliche Langzeitdaten vor, die die Wirksamkeit und gute Verträglichkeit eindeutig belegen. Es wurde anfangs zur örtlichen Betäubung verwandt und fand einen wahrhaften Siegeszug als Hauptwirkstoff der Neuraltherapie nach HUNECKE und der von Prof. ASLAN in den 50er Jahren bekannt gemachten gleichnamigen Vitalisierungsbehandlung.Die hervorragenden Eigenschaften von Procain im Körper wurden auch in vielen wissenschaftlichen Studien belegt und bestehen in:
- der Gefäßerweiterung (auch der Haargefäße, d.h. der Kapillaren)
- der Entzündungshemmung
- einer antirheumatischen Wirkung
- einem antioxidativen Effekt (Neutralisierung freier Radikale)
- einem fettsenkenden Effekt
- Ausgleichswirkung auf das vegetative Nervensystem (Eutonisierung)
Natriumhydrogenkarbonat - eine körpereigene BaseAuf vielfältige Weise ist der gesunde Körper in der Lage, anfallende Säurestoffe durch sog. Puffersysteme zu neutralisieren. Dabei spielt neben Mineralien die Base Natriumhydrogenkarbonat eine vordergründige Rolle. Zur Behandlung einer Blut- und Gewebeübersäuerung hat sich schon seit Alters her die Einnahme von Natronsalz (reines Natriumhydrogenkarbonat) bewährt.
Die Baseneinnahme stellt bei den meisten chronischen Erkrankungen, Entzündungen, Verdauungsbeschwerden und im Rahmen der Biologischen Krebstherapie eine wesentliche Basisbehandlung dar. Durch WORLITSCHEK konnte gezeigt werden, dass die Entsäuerung der Gewebe mittels Infusion einer Natriumhydrogenkarbonat-Lösung sehr viel effektiver möglich wird. Die Behandlung entwickelte sich zu einer Standardbehandlung in der Naturheilkunde und fand weite Verbreitung.
Procain-Basen-Infusion – das Beste von Beidem
Die Procain-Basen-Infusion verbindet die biologischen Eigenschaften des Regulationstherapeutikums Procain mit der wichtigsten Körperbase Natriumhydrogencarbonat. -Beschleunigt Entsäuerung des Gewebes -Verzögert Procain-Abbau -> fördert die Durchblutung von längere Zeit unterversorgten und chronisch schmerzhaften oder entzündeten Gewebe. - Die Behandlung hat eine schmerzlindernde und entspannende Wirkung auf das Nervensystem ("Sympathikolyse").Die Therapie hat sich als sehr förderlich für die Wirkung anderer abwehrsteigernder Therapien erwiesen und wirkt schützend auf Leber und Bauchspeicheldrüse.
Für wen ist es sinnvoll?
- Körperentsäuerung (bei den meisten chronischen Krankheiten angezeigt)
- Schmerztherapie (bei chronischen und systemischen Schmerzen, mangelnder Wirksamkeit anderer Verfahren)
- Rheuma- und Arthrosetherapie
- Durchblutungsförderung
- Vitalisierung und Anti-Aging
- biologische Krebstherapie (oft in Kombination mit zusätzlichen Verfahren)
Um eine deutliche Besserung Ihres subjektiven Allgemeinbefindens, eine angenehme Entspannung Ihrer psychischen Situation, weniger Schmerzen und einen deutlich besseren und erholsamen Schlaf zu erreichen, bedarf es wiederholter intravenöser Anwendungen von Procain-Base als Kurzinfusion. In den ersten Tagen der Behandlung kann es sein, dass Sie sich euphorisiert (stimmungsaufgehellt) fühlen oder sogar Schlafstörungen haben. Kopfschmerzen können hin und wieder auftreten. In diesem Falle helfen die üblichen Medikamente gegen Kopfschmerzen. Nach der Infusion sind Sie bedingt fahrtauglich, sollten jedoch erst nach einer Stunde wieder Auto fahren.Die Wirkung einer Infusions-Behandlungsserie hält in der Regel auch noch Wochen und Monate nach Beendigung der Therapie an.
Was kann passieren?
Zu Beginn können sich Ihre Beschwerden leicht verstärken. Oftmals kommt es auch zu erhöhten Temperaturen. Derartige Symptome sind positiv zu interpretieren, da sie Anzeichen dafür sind, dass die Therapie in Ihrem Körper Prozesse auslöst, welche zur Besserung Ihrer Beschwerden führen. Innerhalb von 2 bis 3 Tagen sind diese rückläufig.Sehr selten können Herzklopfen, Hitzegefühle, Brustenge und Blutdruckschwankungen auftreten. Durch eine Therapiepause oder eine Dosisreduzierung verschwinden diese Symptome rasch. Vor Beginn der Therapie wird ein Allergietest auf Procain durchgeführt.
Was kostet das?
Die Behandlung erstreckt sich im Allgemeinen über 10 bis 12 Infusionen, die alle 2 Tage (3 Termine pro Woche) durchgeführt werden müssen. Der zeitliche Aufwand beträgt 45 bis 90 Minuten. Es handelt sich um eine Methode der Ganzheitsmedizin, welche nur eingeschränkt eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen ist. Die Rechnungslegung erfolgt analog und gemäß Gebührenordnung der Ärzte (GOÄ), z.B. mit folgenden Ziffern: (1-5-7-8-34-3-272-plus Sachkosten)